Geschichte

3000 v. Chr. Steinzeitliche Funde in Bruggen und im Gewann Gießnau (Pfahlbauten). Grabungsfunde belegen eine Besiedelung Bräunlingens bereits für diese Zeit. Ein Grabhügel im Gewann Niederwiesen erbringt reiche Funde aus einem Zeitraum von ca. 3500 Jahren (neolithische Zeit bis zur frühmerowingischen Zeit).

260 n. Chr. Die Alamannen in der Baar nach der Vertreibung der Römer, Funde von Reihengräbern. Vermutliche Gründungszeit der Urmark Bräunlingen.

450 Archäologische Funde belegen einen alamannische Adelssitz in Bräunlingen für diese Zeit.

799 Stiftung der Pfarrei Bräunlingen durch Abt Waldo von Reichenau; St. Remigius-Kirche an der Buchhalde - "parrochia ad Sanctum Remigium in tombis".

802 Erstmalige Nennung als "Brülingen" in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Reichenau

1100 Um diese Zeit ist in Bräunlingen außer den Kellern vom Kelnhof auch ein Adelsgeschlecht "de Brülingen" nachzuweisen.

1145 wird Mistelbrunn in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Allerheiligen erstmals urkundlich erwähnt.

1203 vermutlich schon Ummauerung von Bräunlingen, Baujahr des Nieder- oder Mühlentors. Diese geht auf die Herzöge von Zähringen zurück. Stadtanlage mit vier Toren, Mauer, Graben und Wall. Die Kürnburg ist Zähringer-Stützpunkt.

1305 Bräunlingen erstmals urkundlich als STADT benannt. Die Stadt Bräunlingen wird österreichische Enklave.

1313 wird der Stadt Bräunlingen das Dießenhofer Recht in angepaßter Form verliehen.

1352 Gründung von Hubertshofen durch den Bräunlinger Bürger Hubert.

1358 wird die Ortsburg von Bräunlingen letztmals erwähnt. Herzog Rudolf verleiht der Stadt das Marktrecht.

1393 bekommt Bräunlingen seine ZWEITE STADTORDNUNG.

1415 wird Bräunlingen "Freie Reichsstadt" und scheidet aus dem Verband mit Vorderösterreich aus (für 10 Jahre).

1430 Herzog Friedrich IV. von Österreich bestätigt der Stadt Bräunlingen alle früheren Freiheiten.

1444 Die Stadt kommt in Pfandschaft gegen Graf Heinrich von Fürstenberg.

1489 Die Bräunlinger Bürger verlassen die Stadt. Sie ziehen nach Villingen, da sich infolge der Pfandschaft schwere Streitigkeiten mit den Fürstenbergern ergeben haben.

1492 kommt Bräunlingen mit allem Zubehör wieder in die Hand Österreichs.

1498 kauft der Graf von Fürstenberg das Dorf Bruggen mit Zwing und Bann.

1515 will Fürstenberg seine Hoheitsrechte über Hubertshofen ausdehnen, was jedoch verhindert werden kann.

1565 werden Ober- und Unterbränd von Bräunlinger Bürgern besiedelt; das seit 1446 entvölkerte Waldhausen ist wieder von Siedlern belebt.

1576 Schultheiß, Rat, Adel und Priesterschaft genießen Sonderrechte. Hinweise auf die Wichtigkeit des Stadtgrabens, Breite 13,5-18,0 m. Bräunlingen erhält seine DRITTE STADTORDNUNG auf Weisung des Erzherzogs Ferdinand von Tirol, welche 1580 in das Kopialbuch der Stadt aufgenommen wird.

1591 Gemarkungsplan vom Ratschreiber Moser. Älteste bildliche Darstellung der Stadt mit einer ellipsenförmigen Ummauerung

1631 wird der Juristdiktionsstreit zwischen Fürstenberg und Bräunlingen beendet, die Stadt hat wieder die hohe und niedere Gerichtsbarkeit.

1671 Oberschultheiß Johann Conrad Gumpp erwirbt sich besondere Verdienste um den Stadtwald, den die Grafen von Fürstenberg für sich beanspruchen; Ritt nach Wien zum Kaiser.

1685 bezieht eine Abordnung des österr. Regiments von Stadel hier Quartier, zum Schutz gegen die Fürstenberger.

1702 Auszug des Brülinger Landfahnens ins Oberelsaß.

1708 ist Bräunlingen die einzige Gemeinde im Raume vor dem Schwarzwald,die das "Recht auf Stock und Galgen" hat.

1719 Brand der Stadt Bräunlingen

1740 Beginn des Österreichischen Erbfolgekrieges. Große Einquartierungen und Belastungen der Stadt Bräunlingen.

1768 wird der Wald der Bräunlinger zum Herrschaftswald (Kameralwald) erklärt.

1806 Durch den Frieden von Preßburg wird das vorderösterreichische Bräunlingen in den Besitz von Württemberg abgetreten. Am 12.09.1806 erfolgt die Übergabe der Stadt Bräunlingen an das Großherzogtum Baden.

1842 wird das Gupfentor niedergelegt.

1846 scheiden die Dependenzorte Unterbränd, Oberbränd, Hubertshofen und Bubenbach aus der Gemeinschaft mit Bräunlingen aus und werden selbständig.

1850 Obertor und Kirchtor werden abgetragen.

1881 Erbauung der neuen Stadtpfarrkirche in Bräunlingen bis 1884

1904 Dem Gedächtnis Kaiser Leopold I. wird ein Gedenkstein "Leopoldstein" an der Gabelung zwischen der alten Waldstraße und der neuen Planie errichtet -Neubau des Mühlentors.

1906 Erstellung des Elektrizitätswerksgebäudes an der Zähringerstraße

1912 Grundsteinlegung und Neubau der städtischen Volksschule mit Turnhalle an der Kirchstraße und Grabenring.

1922 Bau der Staumauer am Kirnbergsee zusammen mit dem Kraftwerk Waldhausen

1939 Bruggen gehört seit 1. September dieses Jahres mit seinem ganzen Gebiet als Ortsteil zur Stadt Bräunlingen

1952 Neubau und Eröffnung der Stadthalle zur Wiederverleihung der Stadtrechte.

1969 Inbetriebnahme des neuerstellten Hallenbades und des Otto-Würth-Stadions mit Clubhaus. Einweihung der neuerbauten ev. Auferstehungskirche am Bruggacker.

1971 Am 1. Januar erfolgt die Eingliederung von Döggingen in die Stadt Bräunlingen.

1972 Am 1. April Eingliederung der Gemeinden Mistelbrunn, Unterbränd und Waldhausen.

1978/79 Um- und Ausbau des seit 1669 bestehenden Rathauses an der Kirchstraße.

1988 Eröffnung des Kelnhof-Museums

1990 Hochwasserkatastrophe (15. Februar) in Bräunlingen.

1991 Neubau einer dreiteilbaren Sporthalle

1992 Einrichtung des städt. Kindergartens an der Schulstraße

1998 Inbetriebnahme der "Biowärme Bräunlingen" - Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk zur Trocknung von Klärschlamm und Wärmeversorgung des Industriegebietes "Niederwiesen"

1999 Schließung des städtischen Krankenhauses.

2000 Eröffnung des Seniorenzentrum Bräunlingen (Altenpflegeheim und betreute Seniorenwohnungen).
Fertigstellung und Inbetriebnahme der Umgehungsstraßen und der Hochwasserflutmulde

2001 Abschluß der umfangreichen Sanierung am Kirnbergsee mit vollständigem Ablass des Sees während der Maßnahme

2002 Gründung des Energiezweckverbandes Baar (EV-Baar) zusammen mit der Stadt Hüfingen und der EGT-Triberg. Der EV-Baar ist für den Betrieb und die Führung der Strom und Wärmenetze der Städte Bräunlingen und Hüfingen verantwortlich.

2003 Schließung des Bräunlinger Hallenbades

2008 Fertigstellung des ersten Bauabschnittes der Stadtsanierung Kelnhofplatz und ein Teil der Zähringerstraße

2009 Einweihung der Gauchachhalle Döggingen nach Umbau und Erweiterung

2009 Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes der Stadtsanierung Zähringerstraße und Kreuzungsbereich beim Lindenhof sowie Zähringerplatz

2009 Erster Bauabschnitt des Hochwasserschutzes Brändbach von der Färbergassenbrücke bis zur Weinstubenbrücke mit Neubau der Färbergassenbrücke

2010 Zweiter Bauabschnitt des Hochwasserschutzes Brändbach - Neubau der Weinstubenbrücke

2011 Dritter Bauabschnitt des Hochwasserschutzes Brändbach von der Weinstubenbrücke bis zur Stadthallenbrücke

2011 Beginn der Sanierung der Stadthalle Bräunlingen - Sanierung der Toilettenanlagen

2012-2015 Fortsetzung der Sanierung der Stadthalle Bräunlingen

2015 Nach der mehrjährigen Sanierung wird die Stadthalle Bräunlingen am Sonntag, 19. Mai 2015 offiziell eröffnet und wieder in Betrieb genommen.

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