Stadt Bräunlingen

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Aus Anlass des Stadtjubiläums: Schriftenreihe der Stadt Bräunlingen

Johann Baptist Tuttiné - Biographische Skizzen

Der 120. Todestag des Bräunlinger Malers Johann Baptist Tuttiné ist nicht nur Anlass für die aktuelle Ausstellung im Kelnhof-Museum, sondern auch für die Herausgabe des sechsten Bandes der Schriftenreihe der Stadt Bräunlingen. Der neue Band wird am Sonntag, 20. September, um 14 Uhr im Kelnhof-Museum im Rahmen einer kleinen Feier vorgestellt. Das reich bebilderte Büchlein mit dem Titel „Johann Baptist Tuttiné – Biografische Skizzen“ vereinigt drei Aufsätze von drei Autorinnen.

Zunächst beleuchtet Susanne Huber-Wintermantel die Kindheit und Jugend Tuttinés in Bräunlingen, Vöhrenbach und Furtwangen. Verwandtschaftliche Verhältnisse konnten geklärt, Freunde und Bekannte identifiziert und das erstaunliche soziale Netzwerk, in dem der verwaiste Johann Baptist aufwuchs, aufgezeigt werden. Die Lehrzeit absolvierte Tuttiné unter schweren Bedingungen in Vöhrenbach, eine erste Ausbildung als Maler erarbeitete er sich selbst in Furtwangen.

Die Karlsruherin Hannelore Kling, die durch eine Erbschaft in den Besitz von drei Tuttiné-Gemälden gekommen war, hat akribische Nachforschungen zu Tuttinés Leben in Karlsruhe angestellt. Sie sichtete Akten u. a. im Generallandesarchiv  und im Karlsruher Stadtarchiv und konnte durch geradezu detektivischen Spürsinn wichtige Einzelheiten zu Tuttinés Privatleben in Karlsruhe, zu seinem Testament und auch zu seinem Tod am 23. August 1889 klären. Sie entdeckte, dass eine junge Frau namens Luise Striebel im Leben des Künstlers eine bedeutende Rolle gespielt hatte: Luise war die Haushälterin, das Modell, die Krankenpflegerin, die Alleinerbin – und wahrscheinlich auch die große Liebe Tuttinés gewesen.

Brigitte Heck vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe beschäftigte sich mit Johann Baptist Tuttiné als Organisator des großen Festumzuges von 1881. Tuttiné bekam von der Stadt Karlsruhe den Auftrag, anlässlich der Silberhochzeit des Großherzoglichen Paares und der Hochzeit der badischen Prinzessin Victoria mit dem schwedischen Thronfolger, eine Trachtenfestzug zu organisieren und er tat dies mit viel Engagement und mit großem Erfolg. Danach beauftragte ihn der Großherzog, diesen Trachtenumzug zu malen und die Großherzogin wünschte die Anlage einer Trachtensammlung. Brigitte Heck zeigt die Arbeiten und Werke Tuttinés im kulturgeschichtlichen Kontext.

Band 6 (2009): „Johann Baptist Tuttiné – Biografische Skizzen“ (€ 12,-)

Johann Baptist Tuttiné wurde in ärmlichen Verhältnissen in Bräunlingen geboren und wuchs als Waisenknabe auf. In Karlsruhe machte er Karriere als Trachten- und Genremaler, sowie als Organisator des Trachtenfestzuges von 1881. Er genoss großes Ansehen und wurde vom Großherzog mit einem Orden dekoriert.

Drei mit zahlreichen Abbildungen illustrierte Beiträge gehen den Spuren seines Lebens nach und zeigen auch neue und überraschende Facetten des Künstlers und seiner Umgebung.

Mit folgenden Aufsätzen:

  • Susanne Huber-Wintermantel: Johann Baptist Tuttiné – Kindheit und Jugend
  • Hannelore Kling: Johann Baptist Tuttiné, Luise Striebel und der Weg ihrer Bilder – eine Spurensuche
  • Brigitte Heck: „Einer der überall sehr geachteten badischen Künstler“ – Tuttinés Karlsruher Zeit

Alle Bände sind käuflich zu erwerben bei:

  • Amt für Tourismus, Kultur und Sport der Bräunlingen
  • Schreibwaren Mayer-Baumeister Bräunlingen
  • Morys Hofbuchhandlung Donaueschingen

Eine Übersicht über alle Bände der Schriftenreihe finden Sie hier...

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