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Corona-Virus - Kindergärten am Montag offen – ab Dienstag geschlossen - nur noch Notversorgung / Bücherei und Jugendtreff geschlossen / Veranstaltungsabsagen

Freitag, 13. März 2020

Stand 13.3.2020 – 17 Uhr

Aufgrund der dynamischen Verbreitung des Corona-Virus hat die Landesregierung am 13.3.2020 beschlossen, dass ab kommenden Dienstag, 17. März bis zum Ende der Osterferien Schulen und Kindertageseinrichtungen landesweit geschlossen werden.

Es soll eine Notfallbetreuung von Beschäftigten in kritischen Infrastrukturen geben. Auswirkungen für Bräunlingen Die Bürgermeister des Schwarzwald-Baar-Kreises haben sich am Freitag zusammen mit dem Landrat über die weiteren Maßnahmen ausgetauscht.

Im Bräunlinger Rathaus wurden bereits Ende Februar erste Vorkehrungen getroffen und auch ein Krisenstab gebildet. Die Stadtverwaltung hat sich zudem bereits Anfang der Woche mit allen Einrichtungen ausgetauscht. In Bräunlingen und Döggingen werden der städtische und die kirchlichen Kindergärten am Montag normal geöffnet sein, ebenso die Schulen.

Ab Dienstag wird es nur noch eine Notfallbetreuung für einen eingeschränkten Personenkreis geben. Die Notfallbetreuung soll nur für Personen gelten, die im Bereich der kritischen öffentlichen Infrastruktur. Hierzu zählen nach Angaben des Kultusministeriums insbesondere die Gesundheitsversorgung (medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller für die Versorgung notwendiger Medizinprodukte), die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz), die Sicherstellung der öffentlichen Infrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung) sowie der Lebensmittelbranche. Grundvoraussetzung ist, dass beide Erziehungsberechtigten bzw. auch ein Alleinerziehender in diesem Bereich arbeiten. Die genauen Kriterien und das Vorgehen für die Notgruppen sollen am Montag (16.03.) kommuniziert werden. Ab Dienstag (17.03.) soll es dann eine Notfallbetreuung sowohl im Bereich Krippe, Kindergarten, als auch der Schulkindbetreuung geben.

Die städtische Bücherei und der Jugendtreff bleiben ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen. „Die Lage ist sehr dynamisch. Es ist wichtig ruhig zu bleiben und die Vorsichtsmaßnahmen ernst zu nehmen“, so Bürgermeister Micha Bächle.

Auch in der Verwaltung wird es im Bürgerservice Einschränkungen geben, um den Kundenkontakt zu minimieren. Viele Erledigungen können auch online oder telefonisch mit dem Rathaus geklärt werden.

Weitere Veranstaltungsabsagen „Es sollten nur noch wirklich notwendige Veranstaltungen durchgeführt werden“, so Bächle. Generalversammlungen sollten abgesagt werden. „Wir bitten um Verständnis. Es geht um den Schütz aller Bürgerinnen und Bürger und jeder kann einen Beitrag leisten“. Die Ortspolizeibehörde wird im Einzelfall Veranstaltungen absagen. Am Wochenende wurden von den Vereinen in Bräunlingen und Stadtteilen sämtliche Generalversammlungen abgesagt, Bürgermeister und Ortsvorsteher hatten hierzu Kontakt mit den Vereinen aufgenommen.

Hinweis des Sozialministeriums

Um eine unkontrollierte Weiterverbreitung in Deutschland zu verhindern, ist es wichtig, Fälle früh zu erkennen, sie zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten. Gesundheitsminister Manne Lucha: „Aufgrund des sehr dynamischen Geschehens haben wir in Absprache mit Virologen und Infektionsschutzexperten einen grundlegenden Strategiewechsel eingeleitet. Die Krankheitsfälle werden weiter zunehmen, unser wichtigstes Ziel muss es deshalb jetzt sein, unsere medizinische Infrastruktur und unser Gesundheitswesen in die Lage zu versetzen, eine große Zahl an schwer Erkrankten adäquat zu versorgen. Konkret heißt das: Wir werden das öffentliche Leben auf ein Minimum beschränken, um unserem Gesundheitssystem die Zeit zu geben, sich bestmöglich für die Behandlung einer höheren Zahl von schwer erkrankten Personen einzustellen.“

Zu den wichtigsten Maßnahmen, um diese Ziel zu erreichen, gehören:
• Kindergärten, Kindertagespflege und Schulen sollen bis zu den Osterferien geschlossen werden
• Keine Besuche in Krankenhäusern bis auf unabdingbare Ausnahmen / Besuche in Alten- und Pflegeheimen werden auf ein Mindestmaß heruntergefahren und limitiert
• Öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen werden untersagt. Darüber hinaus gilt die Empfehlung alle Veranstaltungen, die nicht unbedingt notwendig sind, abzusagen
• Alle nicht notwendigen sozialen Kontakte müssen auf ein Minimum reduziert werden / Wenn jeder nur die Hälfte seiner sonst üblichen Kontakte pflegt, ist schon viel erreicht
• Großeltern sollten nicht zur Kinderbetreuung herangezogen werden, da Kinder häufig Überträger des Virus sind, auch wenn sie selbst nur selten Symptome haben
• Arbeitgeber sollen ihren Mitarbeitenden Homeoffice bzw. Überstundenabbau ermöglichen
• Grundsätzlich gilt: Nur noch das unternehmen, was unbedingt notwendig ist. Ziehen Sie sich in den kommenden Wochen zurück.