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Elmar Dold stellt im Kelnhof-Museum Fasnetbilder aus

Donnerstag, 30. Januar 2020

De ganze Bandbreite der Bräunlinger Fasnet und auch darüber hinaus, ist in einer bemerkenswerten, außergewöhnlichen und von vielen farbfrohen Bildern geprägten Ausstellung von Elmar Dold im Kelnhof-Museum derzeit zu sehen.  Dabei zeigt der 58-Jährige die hervorragende künstlerische Umsetzung nicht nur Bräunlinger Fasnetmotive, was die derzeitige Ausstellung im Kelnhof-Museum sehr gut näher bringt.  Die mit viel Leidenschaft und Freude an der Malerei gefertigten 30 Bilder, fanden bei den Vernissagebesuchern viel Lob für ihre Ausdrucksfähigkeit auch durch die kräftigen Farben.

Die Ausstellung „Fasnet - gemalt“ von Elmar Dold zeige die starke Akzeptanz des Kelnhof-Museums in unserer Stadt, sowie den hohen Stellenwert und die Bedeutung welche die Fasnet in Bräunlingen einnehme.  Elmar Dold zeige eine große Bandbreite seines Schaffens, dabei Bräunlinger Traditionsgestalten und auch weitere Figuren der Fasnet. „Es verbindet sich bei seiner Ausstellung die Fasnettradition und das künstlerisches Schaffen, die Freude am gelebten Brauchtum mit der Freude am Experimentieren mit Farben sowie Techniken“ meinte Kulturrespizientin Ursula Gehringer bei ihren Begrüßungsworten.

Die Tradition über die Fasnettage ein paar Tage lang einen Ausnahmezustand zuzulassen ist bestimmt recht alt. Dennoch erleben wir hier jedes Jahr wieder auch die Lebendigkeit unsere Fasnet. Denn sie ertrage kleinere sowie auch größere Wandlungen, bleibt für uns doch immer gleich wichtig und ist nach wie vor ein Höhepunkt im Jahr. Die gemeinsamen Festtage und solche kulturellen Eigenschaften stiften Identität und sind ganz wichtige Elemente für den Zusammenhalt im Städtle. Es gebe für jeden die Möglichkeit an den kulturellen Höhepunkten und an den kulturtragenden Einrichtungen teilzunehmen,  sowie sich aktiv am vielfältigen Vereinsleben der Stadt zu beteiligen und sich zugehörig und heimisch zu fühlen. Mit dieser Ausstellung haben alle, welche die Fasnet kennen,  Gelegenheit  sich an der farbenfrohen Umsetzung durch Elmar Dold zu erfreuen  und all jene, denen das bunte Treiben noch fremd ist, können beginnen das zu ändern und über die Vielfalt staunen, hob Ursula Gehringer hervor.                                                                         

Der künstlerische Werdegang von Elmar Dold von den Anfängen Mitte der siebziger Jahre beim Narrentreffen in Donaueschingen bis in die heutige Zeit, stand im Mittelpunkt der Laudatio von Heimatforscher Harald Schmidt aus Schwenningen. Schmidt erinnerte auch an die Mithilfe von Dold als Urhexe die Larven zu richten und das „Hexe Abzoäche“ anzumalen. Die Narrenzunft wurde damals auf den noch jungen Maler aufmerksam und lies von ihm ein Kinderhanselhäs malen. Valentin Hofacker und auch Ferdinand Wintermantel sahen das Talent von Elmar Dold und unterstützten ihn bei seiner künstlerischen Entwicklung. Unter fachmännischer Anleitung ist dann 1980 der erste „Bursche Hansel“ entstanden, der von Valentin Hofacker gekauft worden sei. In den darauffolgenden Jahren seien dann immer mehr Häser in der kleinen Werkstatt entstanden. Für den Rieswelleball hat Elmar Dold die Kulissen gefertigt, was er heute immer noch macht.

Trotz dieser umfangreichen Arbeit sei Elmar Dold nie stehen geblieben, hat sich weiterentwickelt und dabei auch über den Tellerrand hinausgeschaut. Als in Bräunlingen der Blumennarr reaktiviert wurde, hat der Hobbykünstler bei der Erstellung der Fasnetfigur mit viel Sachverstand und Kreativität mitgeholfen und sich eingebracht. Als neuestes Betätigungsfeld habe sich Elmar Dold in den letzten Jahren mit Fasnetfiguren aus dem gesamten schwäbisch-alemannischen Raum künstlerisch auseinandergesetzt. „Dies sei auch der eigentliche Grund warum wir hier im Kelnhof zusammen gekommen sind, so Harald Schmidt. „Wer der Elmar ist, brauche ich eigentlich nicht mehr vorzustellen, den alle kennen ihn im Städtle als Stadthansel, Mitglied der Urhexen, Trompeter der Bregi House Band, als Nachbar, Schulkamerad und schlichtweg als Bräunlinger Bürger“. Elmar sei über Bräunlingen hinaus bekannt als Künstler, Maler, Schemenfasser und Häsmaler, betonte Schmidt.

Worte des Dankes für die große Unterstützung für seine Fasnetausstellung sprach Elmar Dold, bevor er die zahlreichen Besucher zum Anschauen seiner Bilder einlud. Die Musiker „Siegbert Barth und Friends“, sowie etliche Hästräger, darunter auch der Villinger Narro mit einigen närrischen Sprüchen, sorgten für zusätzliche Fasnetstimmung.

Die Sonderausstellung „Fasnet gemalt“ mit Acryl- und Aquarellbildern ist im Bräunlinger Kelnhof-Museum bis zum 1. März jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

www.kelnhofmuseum.de 

(Text und Fotos: Dagobert Maier)