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Landschaftsputzete in Corona-Zeiten - in Bräunlingen und Döggingen

Donnerstag, 23. April 2020

Waldputzete mal anders

Die Diesjährige Aktion Saubere Landschaft der NaturFreunde Bräunlingen fand aufgrund der Ausbreitung des Corona Virus unter dem Motto „Waldputzete mal anders“ statt. Die Aktion wurde von Bürgermeister Micha Bächle und Mitarbeiterin Maren Ott in Kooperation mit den NaturFreunden Bräunlingen ins Leben gerufen. Die Durchführung der Aktion wurde durch die NaturFreunde unter der Leitung des Vorsitzenden Ralf Konze organisiert und für die Abfuhr des Unrats stand das Bauhofspersonal tatkräftig zur Verfügung.

Im Vorfeld wurden Müllsammelstellen, sowie die tägliche Abfuhr besprochen und auch an kontaktlose Müllsack-Ausgabestellen wurde gedacht. So konnte jedes Sammel-Team kontaktlos bei Feinkost Faller in Bräunlingen oder im Rathaus Döggingen ein paar Säcke abholen.

In der Zeit vom 07. bis 09. April und 14. bis 16. April konnten sich Familien oder Einzelpersonen bei den NaturFreunden melden und bekamen dann einen bestimmten Bereich zugewiesen den Sie von Unrat säuberten. Trotz den Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie haben sich einige Familien und Mitbürger, sowie Mitglieder der Naturfreunde Bräunlingen an dieser spontanen Aktion beteiligt und es konnten fast alle geplanten Bereiche „abgearbeitet“ werden. Durch die über mehrere Tage andauernde Aktion, kann diesmal keine Aussage auf das Müllaufkommen in Kilo oder Tonnen gemacht werden.

Die Stadtverwaltung und die NaturFreunde danken den freiwilligen Helfern für ihren Einsatz, sowie allen Beteiligten, die diese Aktion möglich gemacht haben.

Familie Faller aus Döggingen hat uns geschrieben: „Wir haben uns als Familie zur Landschaftsputzete angemeldet und waren am Gründonnerstag 3 Std. und am Ostersamstag nochmals 2 Std. unterwegs. Wir sind den Weg runter zum Kupferbrunnen, dort war nach dem Aufräumen der Grillstelle der erste Sack schon voll. Die Grillstelle war komplett voll mit Müll, unzählige Flaschen, Verpackungsmüll, sogar ein Grillrost blieb liegen. Weiter ging's die alte B31 hoch. Wir kamen nur bis unter die Brücke, dort lag sehr viel Müll rum, dann war der zweite Sack voll. Unglaublich was die Leute alles so wegschmeißen. Am Samstag haben wir dann unter der Brücke weitergemacht bis zum Ortsschild und 2 weitere Säcke wurden voll. Bei bestem Wetter, hatten wir trotz so vielem Müll auch viel Spaß zusammen.“

Familie Burger aus Döggingen schrieb der Stadtverwaltung „Bei unserer Landschaftsputzete-Aktion dabei waren Jonathan (8 Jahre), Konstantin (5 Jahre) sowie Mama Heidi Burger aus Döggingen. Wir waren auf dem Radweg nach Mundelfingen und auf dem Auenberg tätig. Den Kindern hat es Spaß gemacht, waren aber entsetzt, wieviel Müll wir gefunden und aufgesammelt haben: zwei große blaue Müllsäcke voll.“

Familie Schreiber / Ott war zu dritt zwischen Waldhausen und dem Kirnbergsee unterwegs. „Wir haben am Palmsonntag bei einer Radtour ganz viel Müll am Straßenrand entdeckt und haben dann in der Karwoche zwei Müllsäcke und ganz viel Glas, auch Pfand gesammelt. Erstaunlich für diese Strecke, wo gar kein Fußweg ist. Werfen die Leute das wirklich aus dem Auto raus?“

Die Ortsverwaltung Döggingen zeigte sich von der Motivation der vielen Familien überrascht und erfreut und schreibt: „In Döggingen haben sich zum Aufruf zur Landschaftsputzete sieben Familien gemeldet. Hochmotiviert sammelten Familien im Alter von 6 bis 50 Jahren den Unrat entlang den Dögginger Straßen.“ Die Ortsverwaltung bedankt sich nicht nur bei allen Sammlern sondern hat bereits angekündigt, sich auch an der nächstjährigen Putzaktion wieder beteiligen zu wollen.