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Perspektivplan für den Ortskern von Döggingen wird gemeinsam mit der Bürgerschaft erarbeitet

Donnerstag, 21. März 2019

Wie geht es mit der Ortskernentwicklung in Döggingen weiter? Dies ist die zentrale Frage beim Perspektivplan, den die Stadt gemeinsam mit der Ortsverwaltung und dem Stadtplanungsbüro ARCUS und dem Institut für Stadt- und Regionalentwicklung aus Nürtingen mit der Bürgerschaft erarbeiten will.

„Wir wollen den Ortskern von Döggingen noch attraktiver gestalten und Potentiale zur Innenentwicklung stärken“, so Bürgermeister Micha Bächle und Ortsvorsteher Dieter Fehrenbacher. Die Aktivierung vorhandener innerörtlicher Flächenpotenziale kann dazu wichtige Impulse setzen. Dabei spielt auch die Sicherung der Nahversorgung und sozialen Infrastruktur eine wichtige Rolle. Döggingen ist ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Lebensort mit direktem Anschluss an die B 31 und ab Jahresende an die Breisgau-S-Bahn. Das Projekt wird mit rund 13.000€ durch das Land BadenWürttemberg gefördert, die gleiche Summe übernimmt die Stadt.

Derzeit erfolgt eine Bestandsaufnahme und -analyse. Die Ergebnisse werden dann in einer Ortschaftsratssitzung im Frühjahr diesen Jahres vorgestellt und beraten. Die Bevölkerung hat die Möglichkeit bei dieser Sitzung ebenfalls Vorschläge einzubringen und mitzudiskutieren. Anschließend sollen die beauftragten Büros aufgrund ihrer überregionalen Erfahrung umsetzungsfähige Ideen für den Ortskern aufzeigen. Im Frühsommer findet dann eine Bürgerinformation und -mitwirkung mit Thementischen statt. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung werden dann in die weitere Bearbeitung des Perspektivplans einfließen.    

Im Herbst diesen Jahres werden der Ortschaftsrat und der Gemeinderat über den Entwurf des Perspektivplans für den Ortskern Döggingen beraten. Der fertiggestellte Perspektivplan soll dann auch ggf. als Grundlage für eine Antragstellung auf Landesförderung zur Maßnahmenumsetzung dienen.

Döggingen weist zahlreiche Innenentwicklungspotenziale, wie untergenutzte oder leerstehende Gebäude und innerörtliche Baulücken, auf. Diese konnten bereits im Zuge des Projektes „Flächenmanager“ des GVV Donaueschingen, gefördert durch das Wirtschaftsministeriums des Landes, identifiziert werden. Zahlreiche Immobilieneigentümer aus Döggingen haben sich beraten lassen, vielfach ist eine Aktivierungsbereitschaft vorhanden. Bei zahlreichen Grundstücken handelt es sich allerdings um größere Neuordnungsbereiche, die im Gesamtzusammenhang entwickelt werden sollten, Einzelfallbetrachtungen alleine reichen nicht aus.

Darüber hinaus besitzt der Ortskern von Döggingen noch deutliches Aufwertungspotenzial: Bis zur Realisierung der Ortsumfahrung vor wenigen Jahren fuhren täglich über 20.000 Fahrzeuge, darunter ein hoher Lkw-Anteil als Durchgangsverkehr auf der B 31-alt mitten durch Döggingen. Nach der Verkehrsentlastung verbleibt eine Trennwirkung infolge des breiten Straßenraumes der ehemaligen Bundesstraße. Hier bietet sich trotz Notfall-Verkehrsführung bei B 31-neu-Vollsperrung eine Chance, den erheblichen Gestaltungsspielraum für eine dörfliche Gestaltung bzw. Umnutzung nicht benötigter Fahrbahnflächen zu nutzen.  

Eine gute Möglichkeit die Innenentwicklung auch mit Zuschüssen voranzutreiben bietet das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum. 2019 konnten zwei Projekte in Döggingen und ein Projekt in Bruggen mit 280.000 Euro Zuschuss gefördert werden. Die Stadtverwaltung unterstützt hier auch bei der Antragsstellung.     

Blick auf Döggingen