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Stadt will Identität der Bürger in Zeiten der Digitalisierung stärken / Bräunlingen ist eine von neun Modellgemeinden in Baden-Württemberg / Bürgerbefragung gestartet

Mittwoch, 05. Juni 2019

„Weil eine Stadt mit Geschichte auch eine Zukunft braucht“ unter diesem Motto ist die Stadtverwaltung Bräunlingen angetreten und hat sich beim Förderprojekt Digitalisierung und Heimat als eine von neun Modellkommunen in Baden-Württemberg durchgesetzt. Ziel ist es die Identität der Stadt und der Bürger in Zeiten der Digitalisierung zu stärken. Die Stadt soll in einer digitalen Welt Heimat bleiben. In diesem Zuge wird die Stadtverwaltung auch in das Themenfeld Stadtmarketing einsteigen. Hierzu wird ab dem 4. Juni auch eine Bürgerbefragung stattfinden.

„Wir freuen uns, dass der Gemeindetag Bräunlingen hier ausgewählt hat. Das Projekt wird durch das Innenministerium gefördert. Die Stadt Bräunlingen bringt hierfür aufgrund ihrer Geschichte und des großen Bürgerengagements ideale Voraussetzungen mit. Wir haben zahlreiche Alleinstellungsmerkmale, die wir stärken möchten. Wir sind eine lebendige Stadt mit fast 100 Vereinen und Gruppierungen, in denen sich auch der Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger ausdrückt. Zur Identifikation tragen auch besondere Produkte, wie etwa das Bräunlinger Bier, oder die Handwerkskunst unserer Bäcker und Metzger bei. Wir sind stolz auf viele große und kleine traditionelle und neue Veranstaltungen und pflegen Tradition und Moderne. Wir wollen zusätzlich die Vernetzung vorantreiben und eine Plattform für neue Ideen schaffen“, so Bürgermeister Micha Bächle und Amtsleiterin Anna Welke. 

„Unser Ziel ist es, zusammen mit Partnern die „Marke Bräunlingen“ noch stärker zu transportieren und dabei die Bürger mit einzubeziehen, da sie die wichtigsten „Markenbotschafter“ unserer Stadt sind. Dabei haben wir eine gesamtstädtische Perspektive mit Kernstadt und allen Stadtteilen“, so Welke.

Das Projekt Digitalisierung und Heimat

Die Stadt Bräunlingen wurde als eine von neun Gemeinden in Baden-Württemberg ausgewählt. Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert. Phase 1: Marken- und Identitätsbildung unter Bürgerbeteiligung inkl. Analyse und Auswertung. Phase 2: konkrete Umsetzungsprojekte von Phase 1. Am Ende der Phase 1 entscheidet der Gemeinderat, ob er auch an der Phase 2 teilnimmt. Es handelt sich dabei nicht um ein reines Digitalisierungsprojekt.

Kernprojekte

Das Projekt soll auch Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft aufgreifen, wie man die Gemeindeidentität stärken kann. Hierzu ist demnächst auch eine große Auftaktveranstaltung geplant. Im Vorfeld sollen ehemalige Bürger und auch Neubürger befragt werden. Was sind die Stärken und Schwächen der Stadt? Was brauchen Neubürger? Wie können sie sich integrieren? Die Bürgerbefragungen sollen aber auch helfen, den Blickwinkel der Verwaltung zu erweitern und eigene Vorstellungen und Einstellungen kritisch zu hinterfragen. Auch sollen der Bürgerservice-Gedanke und die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert ebenso die Digitalisierung fortgesetzt werden.

Die „neue“ Bräunlinger Identität soll der Grundstein sein, für das weitere öffentliche Auftreten der Stadt. Im Mittelpunkt steht ein Markenbildungsprozess. Auch will sich die Stadtverwaltung im Internet neu darstellen. Denkbar ist auch eine neue Homepage als Plattform, die bedienungs- und bürgerfreundlicher sein soll und neue Möglichkeiten bieten. Durch das Projekt soll ein weiteres Zusammenwachsen von Stadt und Stadtteilen gefördert und ebenso soll die Vernetzung der Einzelhändler unterstützt werden. Begleitet wird das Bräunlinger Projekt von der Agentur „Glanzer und Partner“ aus Stuttgart, der Inhaber Herbert Heini stammt aus Bräunlingen. Die Gesamtkoordination läuft über den Gemeindetag Baden-Württemberg.

Bürgerbefragung im Juni und Neubürgerfrühstück

Die Stadtverwaltung wird ab dem 4. Juni alle Bürger in Bräunlingen befragen. Ziel ist es mehr über die Sichtweise über das Bild über die Stadt, das Leben in der Stadt und die Gemeinschaft in der Stadt zu erfahren (Fragebogen wird mit den Stadtnachrichten verteilt und ist auch auf der Homepage abrufbar). Auch Neubürger stehen im Fokus der Stadtverwaltung. „Wir wollen die Neubürger zu einem Neubürgerfrühstück einladen und sie bei uns willkommen heißen“, so Bürgermeister Micha Bächle. Das Neubürgerfrühstück soll am Samstag, 15. Juni um 10 Uhr im Rathaus stattfinden. Ziel ist es in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen, anschließend wird noch eine Stadtführung angeboten.

Der Fragebogen liegt am 04. Juni in Ihrem Amtsblatt bei!