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Versöhnlicher Olympia-Abschluss für Jana Fischer: 5. Platz im Team Mixed Snowboardcross

Montag, 14. Februar 2022

Nach Platz 27 im Frauen-Einzel durch einen Fahrfehler gleich nach dem Start im Frauen-Achtelfinale kam die Versöhnung im Team Mixed am Samstag. Jana Fischer und Martin Nörl belegen bei der olympischen Premiere dieser Disziplin den fünften Platz.

Der Beginn am Samstagnacht verlief vielversprechend: Martin Nörl zeigte ein starkes Rennen im Viertelfinale. Der Gesamtweltcupführende gewann unter anderem gegen den Bronzemedaillengewinner des olympischen Einzelrennens in Peking, Omar Visintin (ITA). Jana Fischer musste seine Partnerin, Michela Moioli (ITA), zwar vorbeiziehen lassen, aber sie kam als Zweite ins Ziel. Das reichte für die nächste Runde.

Das Halbfinale wird der Knackpunkt für die beiden Deutschen: Nach einem Fehler auf der Startgeraden kommt Nörl fast zum Stehen. Der Schwung ist weg. Die Gegner enteilt. Der 28-Jährige gibt Alles auf der Strecke, macht gegen die starken Visintin und Nick Baumgartner (USA) Zeit gut. Trotzdem. Jana Fischer muss für das Weiterkommen eine halbe Sekunde auf die beiden Olympiasiegerinnen Moioli (Pyeongchang 2018) und Lindsey Jacobellis (Peking 2022) gut machen. Das gelingt nicht. Die Deutschen unterliegen den Teams aus Italien und USA.

Wie schnell Fischer und Nörl sein können, zeigten sie im anschließenden kleinen Finale. Nörl gewann sein Rennen und schickte seine Partnerin mit Vorsprung auf die Strecke. Die Teamkollegin fuhr ebenfalls schnell und ohne Fehler, sodass die beiden Deutschen das Rennen mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg beendeten. Damit belegten die beiden einen guten fünften Platz. Gold geht an das Team USA mit Lindsey Jabobellis und Nick Baumgartner.

Jana Fischer kommentierte das Rennen am Samstag: „Wir fliegen mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause. Wenn wir im Halbfinale so gefahren wären, wie im kleinen Finale, hätte es vielleicht auch für mehr gereicht. Ich bin froh, dass ich heute zeigen konnte, wie gut ich Snowboarden kann nach dem Desaster im Einzelrennen.“

Bundestrainer Bernard Loer schätzte das Ergebnis als guten Erfolg ein: „Was Martin und Jana heute gezeigt haben, war wirklich gutes Snowboardfahren. Wer weiß, was ohne den Fehler von Martin im Halbfinale drin gewesen wäre. Jana hat alles wettgemacht, was im Einzelrennen schief gelaufen ist. Dafür, dass es erst das dritte Rennen nach ihrer Verletzungspause ist, hat sie vor dieser Kulisse eine wirklich starke Vorstellung gezeigt.“

(Quelle Text und Foto: www.snowboardgermany.com)